Wohlbefinden
Das Schlafzimmer als Ruheraum: Einrichten für besseren Schlaf
Wir verbringen rund ein Drittel unseres Lebens im Schlafzimmer, und doch ist es oft der Raum, der beim Einrichten zuletzt drankommt. Dabei hat die Umgebung einen grossen Einfluss darauf, wie gut wir schlafen. Hier sind die wichtigsten Punkte aus Sicht der Raumgestaltung.
Kühl, dunkel, ruhig
Die meisten Menschen schlafen am besten bei 16 bis 19 Grad. Lüften Sie vor dem Zubettgehen kurz und kräftig, auch im Winter. Für Dunkelheit sorgen Verdunkelungsvorhänge oder Rollläden, die in Schweizer Wohnungen zum Glück fast Standard sind. Kleine Lichtquellen wie die Standby-Lampe des Fernsehers oder ein leuchtender Wecker stören mehr, als man denkt.
Gegen Lärm helfen schwere Textilien: ein Teppich, ein gepolstertes Kopfteil und dichte Vorhänge dämpfen den Schall spürbar.
Das Bett im Mittelpunkt
Stellen Sie das Bett so, dass Sie die Tür sehen können, ohne direkt in einer Linie mit ihr zu liegen. Das gibt vielen Menschen ein Gefühl von Sicherheit. Eine feste Wand im Rücken hilft ebenfalls.
Die Matratze sollte zum Körper passen und nach acht bis zehn Jahren ersetzt werden. Probeliegen lohnt sich, und viele Fachgeschäfte bieten Rückgaberechte an. Kissen und Decke sind genauso wichtig: Wer nachts schwitzt, wählt leichtere Materialien wie Wolle oder Baumwolle statt dicker Synthetik.
Weniger Reize
Das Schlafzimmer ist kein Büro und kein Lager. Verbannen Sie Wäscheständer, Arbeitsunterlagen und Bügelbretter wenn möglich in andere Räume. Ruhige Farben, wenige Bilder und geschlossener Stauraum helfen dem Kopf, abzuschalten. Und ja: Das Handy schläft am besten in der Küche. Ein einfacher Wecker ersetzt es problemlos.
Licht am Abend
Eine Stunde vor dem Schlafengehen sollte das Licht warm und gedämpft sein. Eine Leseleuchte mit warmweissem Licht ist besser als die helle Deckenleuchte. Mehr zu einfachen Gewohnheiten rund um den Schlaf finden Sie unter dem Stichwort Schlafhygiene.
Pflanzen und Luft
Pflanzen verbessern die Raumluft zwar nur minimal, wirken aber beruhigend. Ein bis zwei pflegeleichte Pflanzen wie Bogenhanf oder Efeutute genügen. Achten Sie auf eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Im Winter kann ein Hygrometer helfen, trockene Heizungsluft zu erkennen.
Wenn man trotzdem müde aussieht
Manchmal schlafen wir gut und sehen am Morgen trotzdem müde aus. Geschwollene Augen nach einer salzigen Mahlzeit oder einem Glas Wein am Abend sind normal und verschwinden meist im Lauf des Vormittags. Schlupflider, die das Gesicht dauerhaft müde wirken lassen, haben dagegen nichts mit dem Schlaf zu tun. Sie entstehen durch erschlaffte Haut am Oberlid, und dagegen hilft kein neues Kissen. Wer sich dafür interessiert, findet auf OPVergleich.ch eine neutrale Übersicht zu den Kosten einer Lidstraffung in der Schweiz.
Kleine Schritte
Sie müssen nicht alles auf einmal ändern. Beginnen Sie mit dem Einfachsten: Handy raus, Licht dimmen, Fenster auf. Schon diese drei Dinge machen für viele einen spürbaren Unterschied.