Wohlbefinden

Licht im Zuhause: Wie Beleuchtung Stimmung und Wohlbefinden beeinflusst

· von Lea Imhof

Licht ist das am meisten unterschätzte Material beim Einrichten. Derselbe Raum kann kühl und ungemütlich oder warm und einladend wirken, nur weil die Leuchten anders gesetzt sind. Gleichzeitig beeinflusst Licht unseren Tag-Nacht-Rhythmus stärker, als viele denken.

Tageslicht zuerst

Kein Kunstlicht ersetzt Tageslicht. Stellen Sie Arbeitsplatz und Lieblingssessel möglichst nah ans Fenster. Leichte, helle Vorhänge filtern grelles Sonnenlicht, ohne den Raum zu verdunkeln. Gerade im Schweizer Winter, wenn es um 17 Uhr dunkel wird, lohnt es sich, tagsüber jede Gelegenheit für Licht zu nutzen, auch mit einem kurzen Spaziergang über Mittag.

Die Farbtemperatur verstehen

Auf jeder Leuchtmittelverpackung steht eine Zahl in Kelvin. Sie beschreibt die Lichtfarbe:

  • 2700 bis 3000 Kelvin: warmweiss, ideal für Wohnzimmer und Schlafzimmer
  • 3500 bis 4000 Kelvin: neutralweiss, gut für Küche und Bad
  • ab 5000 Kelvin: tageslichtweiss, eher für Werkstatt oder Büro

Am Abend sollte das Licht wärmer und gedämpfter werden. Helles, bläuliches Licht spät am Abend kann das Einschlafen erschweren.

Drei Ebenen planen

Gute Lichtplanung arbeitet mit drei Ebenen:

  1. Grundlicht: sorgt für Orientierung, zum Beispiel eine Deckenleuchte oder Spots.
  2. Arbeitslicht: gezielt dort, wo Sie lesen, kochen oder arbeiten.
  3. Stimmungslicht: kleine Leuchten, Lichterketten oder indirektes Licht, das Wände und Ecken betont.

Wer nur die erste Ebene hat, wohnt im Dauerlicht eines Wartezimmers. Erst die Kombination schafft Atmosphäre.

Dimmen ist Luxus für wenig Geld

Dimmbare Leuchten sind eine der günstigsten Verbesserungen überhaupt. Mit smarten Leuchtmitteln lässt sich die Helligkeit sogar ohne Elektriker anpassen. So wird aus dem hellen Familienesstisch am Abend ein ruhiger Ort für ein Gespräch.

Energie sparen mit LED

LED-Leuchten verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als alte Glühbirnen und halten viel länger. Tipps zum sparsamen Einsatz von Licht und Geräten finden Sie bei EnergieSchweiz. Achten Sie beim Kauf auf einen hohen Farbwiedergabeindex (CRI über 90), dann wirken Farben und Hauttöne natürlich.

Licht für jeden Raum

  • Eingang: freundlich und hell, damit man sich beim Heimkommen willkommen fühlt.
  • Küche: Licht unter den Oberschränken, damit beim Schneiden kein Schatten auf die Arbeitsfläche fällt.
  • Bad: seitliches Licht am Spiegel statt nur von oben, das ist schmeichelhafter.
  • Schlafzimmer: warm, gedimmt, mit Leselicht auf beiden Bettseiten.

Probieren Sie es aus: Schalten Sie heute Abend die Deckenleuchte aus und nur zwei kleinere Leuchten ein. Der Unterschied ist oft verblüffend.